Im Mai noch bei unseren Freund:innen vom @obsfestival auf der Bühne gefeiert, im Oktober bei uns: Freut euch auf LENER.
Tickets bekommt ihr ab sofort auf unserer Homepage, direkt im KGB und natürlich im Soundstore Wiedenbrück!
Zur Künstlerin:
Die Felder glühen im letzten Licht, trockener Wind treibt Staub über den Asphalt. Dort, wo die Stadt endet und die Leere beginnt, steht Lener im offenen Scheunentor. Die Fender Strat hängt tief, die Jacke zu groß, der Blick scharf. Eine Figur wie ein Echo aus einer anderen Zeit – oder aus einer, die erst noch kommt.
Aufgewachsen auf einem abgelegenen Hof bei Freising, zwischen Waldrand und Brache. Jahrelang dröhnten ihre verzerrten Gitarren durch die leere Scheune hinaus in die Einöde. Nachts streifte sie mit ihren Drillingsschwestern durch den Wald, auf der Suche nach Hexen, Gespenstern und später nach dem Stoff für ihre ersten Songs.
Heute zieht die 26-Jährige mit Sketchbook durch Münchens urbane Zwischenräume – zwischen Hauptbahnhof und Schwabing, Cafés und Clubs. Als stoische Beobachterin sammelt sie die Selbstgespräche einer Generation zwischen Optimierung und Punk. Ihre Songs erzählen von Kontrollverlust, Sehnsucht und dem Wunsch, trotzdem weiterzugehen.
Ihre Stimme rollt über die Gitarren wie ein langsam aufziehendes Gewitter – zwischen Barnetts Lässigkeit und Patti Smiths fiebriger Unruhe. Die Texte wirken wie Skizzen auf zerknülltem Papier: roh, brüchig, ehrlich. „You’re on the driver’s seat and you’re driving me crazy.“ Ein Satz wie Neonlicht auf nasser Windschutzscheibe, wie eine Fahrt ohne Ziel, solange sie sich echt anfühlt.
Begleitet von Max Wörle und einer Band, die mehr Maschine als Beiwerk ist, entstehen Songs zwischen Aufbruch und Abgrund. Leners Gitarre knurrt mal mit der Wucht von Josh Homme, mal mit der schrägen Eleganz von St. Vincent. Grunge für Suchende, für alle, die zwischen Euphorie und Zweifel taumeln.
Die Straße wird schmaler. Die Motoren heulen auf. Und dann kommt der nächste Song.
